ZDF goes Second-Screen mit APP

Das ZDF hat am Montag Abend ein eingekauftes, niederländische TV-Ereignis das sich dem Thema App widmet ausgestrahlt. Rahmenhandlung: Die Studentin Anna macht nach einer Partynacht eine komischer Entdeckung. anna

ZDF: „Durch eine mysteriöse App geraten die hübsche Studentin Anna und ihre Freunde  in Lebensgefahr.“

Anna hat im Vollrausch mal wieder bei eBay geshoppt … nicht ganz. Denn oh Wunder, sie hat eine App auf dem Handy, und zwar ohne ihr zutun. Ihr kennt das? Nach ’ner Party? Diese App macht das Gleiche wie Apples Siri und heisst dabei auch noch zufällig IRIS.

irisDiese wundersame IRIS App, die tollerweise nur „App“ im AppStore / PlayStore heisst, und sich so wunderbar suchen lässt, kann man sich als Zuschauer als SecondScreen-App auf sein SmartPhone packen. Um die App mit dem Film zu nutzen, muss man mit dem Mikrofon seine Umgebungsgeräusche aufnehmen. Im Gegensatz für Film-IRIS, die sich nicht mehr loswerden lässt, geht dabei ständig der Sync flöten. Weil man anscheinend verhindern will, das man das Programm wechselt.

„Könnte seine das diese App, Bilder auf einem Server sammelt, wie Cookies.“

Technisch ermöglicht die SecondScreen-App sich begleitende Informationen zum Film anzusehen. So z.B. wie sich ein Dozent von Anna das Hirn wegbläst, suggeriert aus der Handy-Perspektive einer ihrer Kommilitonen. Nach diesem Prinzip werden Chat-Nachrichten gesendet, die die ein oder anderen Szenen unterstützen soll. Aber eigentlich mehr verwirren. Insgesamt ist die so gestreute Informationsdichte eher überschaubar. IMG_0588

Aber die Film-IRIS ist keine nette App mit 5 Sternen im Store. Nein, wenn ich könnte würde ich ihr Null Sterne geben. Denn insgesamt tötet die böse Schwester von SIRI den ein oder anderen Charakter. Dabei erinnern die App-Morde eher an Final Destination Unglücke als an App Morde. Ghettoblaster hüpfen ins Wasser oder Autos werden von LKWs gerammt. Es wäre sicher ein besseres gewesen würde man z.b. eine Navigations-App manipulieren und jemanden im Auto von der Klippe stürzen lassen. Ok, zugegeben in den Niederlande wird das schwer.

Zu der echten App selber: Diese Synchronisierung mit dem Mikrofon ist sicher eine gute Idee um Verzögerungen bei der Ausstrahlung Kabel vs. Satellit vs. IPTV vorzubeugen. Aber dann sollte es auch reichen, wenn man es einmal erfolgreich hinbekommen hat. Was tierisch nervt ist das ständig der Lock-Screen wieder zuschlägt. Insgesamt müsste auch die zusätzliche Interaktion besser sein, d.h. mehr Inhalte die wirklich auf die Situation angepasst sind. Hier hätte man sicherlich deutlich mehr aus der Idee des Film samt SecondScreen-App rausholen können. Gerade zum Ende des Film scheinen die Ideen ausgegangen zu sein.

Fazit: Eine an den Haaren herbeigezogene Story, bei der sich der roten Faden nie so ganz erkennen lässt, samt komischem SecondScreen Gedöns. In Summe war es irgendwie ganz nett, wenn es mal konsequent und gut durchdacht wäre.

Ach ja. Jetzt ist auch noch ein Handy explodiert.

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